Drei Tage Wanderritt vom Sonnenberghof zum Birkenhof

Als erstes möchte ich mal wieder Danke sagen an Alle die dazu beigetragen haben, dass dieses Abenteuer Möglich wurde.

Den Reiterinnen und dem Reiter:
Anna, die Gina am ersten Tag geritten ist, Anita, die Gina die beiden anderen Tage übernommen hat. Emma, die Arthus, Fabiola, die Griseldo, Stefan, der Broker geritten ist. Ich hatte das Vergnügen meine Stute Bashirah die drei Tage reiten zu können.

Den Hofbesitzern auf deren Höfen unsere Pferde übernachten durften:

  1. Familie Butz vom Buchenländer Hof in Norheim
  2. Marion Wagner von der Little Big Ranch in Bingen zwischen Büdesheim und Ockenheim (sehr cooles Ambiente)
  3. Ralf Heil vom Birkenhof Seminarzentrum der uns als Einsteller aufgenommen hat.

Ein besonderer Dank an die Pferde welche super kooperativ waren und uns sicher von einem Ort zum anderen gebracht haben.

Wer hier bloggt

Hallo, ich bin Martina. Berührung ist meine Berufung und das Bindeglied meiner Tätigkeiten. Auch mit meinen Blogartikeln möchte ich Sie berühren.

Tag eins: Sonntag der 28.04.19

Der Wetterbericht versprach Unwetter mit Wind, Regen und Hagel. Eine „prima“ Voraussetzung für unser Vorhaben… Da ich keine Alternative zulassen wollte machten wir uns mit Regenjacken ausgerüstet trotzdem auf den Weg.

Am Morgen ritt ich erst mal Broker von Bad Sobernheim nach Odernheim damit Stefan Ihn dort übernehmen konnte.

Um 13:00 kamen die ReiterInnen um die Pferde für den Ritt vorzubereiten und Hr. D. (Annas Papa) war so lieb Stefan vom Buchenländerhof abzuholen, der sein Auto dort deponierte damit wir am Abend die Kinder wieder nach Hause bringen konnten und selbst ebenfalls im eigenen Bett schlafen konnten.

Um 15 Uhr etwa ging es endlich los und hinter dem Sonnenberg hingen drohend schwarze Wolken am Himmel. Unser Weg führte uns durch Odernheim auf dem Hildegardweg den Stempelsberg hinauf und über Duchrot nach Oberhausen an der Nahe, wo wir über die Luitpoldbrücke auf die andere Seite wechselten, über den Radweg bis zur Unterführung der Bahnstecke und dann in die Weinberge in Richtung Niederhausen/Nahe.

Glücklicherweise hielten sich die Wolken fern von uns und wir kamen nach 2,5 h Ritt und nur ein paar Nieseltröpfchen glücklich am Buchenländerhof an.

Die Karte vom ersten Tag (erstellt mit der Runtastic App)

Tag zwei: Montag der 29.04.19

Treffpunkt 9:00 am Buchenländerhof (Die Bilder zeigen unsere Pferde bei der Morgenfütterung.)

Stefan und ich waren vorher schon da um die Pferde noch zu füttern und zu tränken.
Der Abritt erfolgte wie geplant ca. 10 Uhr und wir ritten auf dem Radweg parallel zur L236 in Richtung Rüdesheim/Nahe …

… um dort in Richtung Roxheim weiter zu Reiten und in den Roxheimer Weg abzubiegen um unter der B41 durchzukommen. Hier nutzten wir dann wieder landwirtschaftliche Wege um nach Winzenheim zu gelangen und unterhalb von diesem Ort in Richtung Bretzenheim weiter zu reiten.

Am Denkmal Feld des Jammers vorbei, weiter dem Radweg in Richtung Bingen/Ingelheim folgend mehrere Brücken und Bahnunterführungen sowie Autobahn über- und unter-querungen später kamen wir nach 5 Stunden wohlbehalten und müde an der Little Big Ranch an.

Pause für Reiter und Pferde

Die Karte vom zweiten Tag (erstellt mit der Runtastic App)

Das metallisch und hohl klingende Geräusch auf der Rampe hat die Pferde schon etwas irritiert, trotzdem sind sie uns mutig gefolgt. Griseldo hat mit seiner Reiterin den Ausblick genossen, während die Anderen lieber Schutz gesucht haben, zwischen dem Laster der noch nach uns auf die Fähre gefahren kam und der geschlossenen Seite des Schiffs. Vermutlich hatten die ReiterInnen mehr Respekt vor dieser Situation als die Pferde. Auf der anderen Seite angekommen, habe ich noch beim Beseitigen der Pferdeäpfel geholfen, um dann der Gruppe hinterher zu laufen.

Die Bahnschranken waren gerade zu gegangen als wir oben ankamen, daher warteten wir erst mal in dem Wartebereich für die Fähre. Als dann nach kurzer Öffnungszeit die Schranken direkt wieder zu gingen, entschlossen wir uns doch nach vorne zu gehen und direkt bei den Schranken auf die nächste Öffnung zu warten. Wir schafften es dann gerade so alle 5 Pferde auf die andere Seite zu führen bevor die Schranken ein drittes Mal schlossen.

Auf dem Parkplatz zwischen Brömserburg und Bahnhof stiegen wir wieder auf und ritten in die Weinberge hinter Rüdesheim am Rhein. Dort warteten gleich weitere Herausforderungen auf uns.

Erst mal die Gitter über den Wasserrinnen auf den landwirtschaftlichen Wegen. Bashirah und Gina gingen mutig drüber, Broker traute sich erst nicht und glücklicherweise entschloss sich Arthus, der neben Ihm ging, mit einem Sprung darüber zu hüpfen was Broker dazu veranlasste Ihm gleich zu tun. Gina war noch aufgeregt von der Schranke die direkt hinter Ihr zu ging, da fand Sie es total gruselig dass die Gondeln der Seilbahn fast zum Greifen nah über unseren Weg hinweg schwebten. Ich entschloss mich die Gruppe antraben zu lassen und die Reiter zu bitten nicht auf die Gondeln zu schauen, sondern auf den Weg hinter der Seilbahn. Das hat gewirkt und alle Pferde trabten artig unter der Seilbahn durch.

Bei den nächsten „Abflussgittern“ machten wir es ähnlich, so dass Alle gut auf unserem „Pausenplatz“ unterhalb des Schützenhofs ankamen.

Hier machten wir eine schöne Pause mit den Lunchpaketen aus den Rucksäcken für die ReiterInnen und Gras für die Pferde.

Von hier aus war es noch etwa eine Stunde bis wir unser Ziel den Birkenhof Heil in Stephanshausen erreicht hatten. Julia Mack-Heil zeigte uns wo wir die Pferde anbinden, absatteln und tränken konnten und wo Sie die erste Nacht verbringen durften.

Die Paddocks für Gastpferde waren ideal dafür geeignet. Griseldo und Broker konnten hier erst mal eine Nacht noch getrennt durch einen Zaun und doch schon nah bei einander stehen.

Die Karte vom dritten Tag (erstellt mit der Runtastic App)

Am 1.5. brachten wir sie dann gemeinsam auf die untere Sommerweide in die große Herde, wo sie sich ca. 2 Tage nur in Zaunnähe aufhielten, da die andere 3 aus unserer Herde oberhalb des Weges in der kleineren Herde eingewöhnt wurden.

Hier bewacht Arthus seine beiden Stuten vor jeglichen neugierigen Annäherungsversuchen anderer Pferde. Besonders ein Haflinger der selbst eine Stute als Freundin hat und diese eifersüchtig bewacht, prallt immer wieder mit unserem Knappstrupper aneinander. Mal sehen wann die Gruppe sich der Herde anschließt.